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Der perfekte Backpacker Rucksack (und sein Inhalt)

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Bei einer Work&Travel / Backpacking Reise, die in den meisten Fällen mehrere Monate, oder sogar ein ganzes Jahr und mehr dauern kann, ist der Rucksack dein treuester Begleiter. Und zugleich ein ganz zentrales Thema, denn triffst du hier eine falsche Entscheidung, hat es Auswirkungen auf deine gesamte Reise. Wir geben dir Infos für den richtigen Rucksack, und v.a. auch Tipps wie du ihn platzsparend und mit möglichst wenig Gewicht packen kannst!

Welcher Rucksack passt für Work&Travel / Backpacking?

Viele entscheiden sich spontan für sogenannte “Trekking-Rucksäcke”. Diese sind von ihrer Bauart her eigentlich für lange Wanderungen ausgelegt. Hierbei verschätzen sich viele, denn lange Wege legt man so gut wie nie zurück. Entweder ist man beim Work&Travel per Bus, Zug, Auto, Flugzeug unterwegs oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Manche Hostels oder Arbeitgeber holen dich auch kostenlos von den Haltestellen der Busse oder Bahnhöfen ab. Lange Strecken mit dem Rucksack auf dem Rücken gibt es daher eigentlich weniger zu bewältigen, als man denkt. 

Wofür eignen sich Trekking-Rucksäcke?

Diese eigtl. für große Wanderungen und Bergsteigerfreaks konzipierten Rucksäcke zeichnen sich v.a. aus durch:

  • Wasserundurchlässigkeit
  • Geringes Eigengewicht
  • Hoher Tragekomfort (auch über längere Zeit)

Großer Nachteil für Work&Travel: „Trekking-Rucksäcke“ sind zwar bequem, aber für Work&Travel eher etwas unpraktisch, v.a. weil sie „Toplader“ sind, das heißt nur durch eine kleine Öffnung oben zu beladen und entladen sind. Wenn man etwas sucht muss man dann meistens den ganzen Rucksack auskippen, v.a. wenn es sich ganz tief unten im Backpack befindet. 

Wann Trekking-Rucksäcke allerdings gut sind: Manche unternehmen längere, mehrtägige Wanderungen, z.B. den Kepler Track (in Neuseeland) und wandern mit ihrer kompletten Ausrüstung. Hierfür erweist sich ein Trekkingrucksack natürlich als Vorteil. Wir empfehlen aber eher das Gepäck für die Zeit des Tracks irgendwo zu deponieren und nur mit leichtem Gepäck (größerer Tagesrucksack) aufzubrechen.

Zusammenfassung: Trekking-Rucksäcke sind aufgrund ihrer unpraktischen Be- und Entladefunktion also nur für Backpacker geeignet, die gerne und lang wandern wollen.

Kofferrucksäcke - was ist das?

Eine sehr gute Alternative zu den dennoch oft gekauften Trekkingrucksäcken bieten sogenannte Kofferrucksäcke

Der große Unterschied besteht darin, dass sie sich nicht nur von oben öffnen lassen (Toplader), sondern in voller Länge (Frontlader), mit einer Öffnung, welche sich über den ganzen Rucksack erstreckt. Man kann also den gesamten Inhalt einfach erreichen, kann Kleidung ordentlich zusammengelegt verstauen und muss den Rucksack nicht gleich komplett entladen um an einzelne Teile heranzukommen. 

Da man sehr oft in neue Hostels/Unterkünfte umzieht, muss der Rucksack sehr oft entladen und neu bepackt werden. Auf Dauer kann es sehr lästig sein, wenn man nur durch eine kleine Öffnung an der Oberseite des Rucksacks an seine Sachen herankommt. Kofferrucksäcke sind dafür in der Regel nicht so wasserfest wie die „Trekking-Rucksäcke“, man muss daher gegebenenfalls an eine zusätzliche Regenhaut denken. Ein weiterer Vorteil von Kofferrucksäcken: oft haben diese sogar eingebaute Rollen, so dass man sie auch mal als Trolley hinter sich herziehen kann.

Außerdem haben die meisten Kofferrucksäcke einen separaten Daypack, der für Tagesausflüge abgenommen werden kann. So kann mit dem kleinen Daypack auf Tour gegangen werden, während der große Rucksack im Hostel bleibt. 

Ist ein „Normaler“ Koffer / Trolley auch eine Alternative?

Zu Beginn der Work&Travel Zeiten eher verpönt, ist es mittlerweile relativ salonfähig geworden sich als Backpacker auch mit einem normalen Reisekoffer sehen zu lassen. Wenn du also Rückenprobleme hast, nicht schwer tragen möchtest, oder einfach schon einen schönen Koffer zu Hause hast ;) dann spricht grundsätzlich nichts dagegen. Bedenke aber bitte, dass ein Koffer im Vergleich zum Rucksack schon einige Nachteile hat. Er ist erstens deutlich schwerer (denke an Gepäckgrenzen bei Airlines!), er ist unhandlicher/größer, er funktioniert nur auf Asphalt / glattem Boden (z.B. nicht auf unbefestigten Straßen, Schotter-Weg), und lässt sich in Bus/Bahn und co. nicht so leicht verstauen, bzw. zwischen die Beine nehmen.

Unsere Empfehlung: Kofferrucksack

Wir empfehlen für Work&Travel Reisen einen Kofferrucksack. Denn er kombiniert die Funktionen eines Rucksacks und eines Koffers in einem. Dennoch ist es ein vollwertiger „Rucksack“ und passt einfach besser zu einer Backpacking Reise. Auf langen Strecken kannst du die Rollen verwenden und ihn bequem hinter dir herziehen, auf längeren Wanderungen durch die Natur kannst du ihn auf den Rücken schnallen. Außerdem lässt er sich durch die große Frontöffnung ganz einfach be- und entladen wie ein Koffer. Somit hast du alle Vorteile kombiniert, und er ist (durch die Rollen und Gestänge) nur minimal schwerer als ein normaler Rucksack.

Unser Favorit ist aktuell der: Osprey Farpoint 70 (ohne Rollen) bzw. Sojourn (mit Rollen)

Ordnung ist der halbe Rucksack

Am besten alles in kleine Beutel, Hüllen, zur Not einfach Plastiktüten/Stoffbeutel sortieren. Z.B. alle Socken in einen Beutel, alle Medikamente in einen Zip-Beutel, alle Kabel und Technik-Zubehör in einen Mesh-Sack, usw. Es gibt nichts Schlimmeres als ein Chaos mit 100 Einzelteilen im Rucksack. So hast du letztendlich vlt. 5-10 große Beutel und immer alles schnell griffbereit. Denn du weißt nun genau, wo du hingreifen musst und v.a. bringst du nicht alles durcheinander, wenn du etwas von ganz unten herausholst.

Tipp: verwende am besten spezielle Mesh Sacks, statt Plastiktüten oder Stoffbeutel. Denn Mesh Sacks haben oft praktische Reißverschlüsse, sind besonders leicht und können meistens zusätzlich auch komprimieren. Schaue einfach mal, was es alles gibt und für dich am besten passt.

Wenn du wert auf knitterfreie Kleidung legst (z.B. für 1-2 Hemden) gibt es auch eine praktische Erfindung: Hemden knitterfrei transportieren.

Gewicht sparen – wie du Rucksäcke möglichst leicht packst (unsere Tipps)

Das Wichtigste beim Rucksack packen überhaupt! Alles muss ganz leicht sein. Hierfür gibt es gleich mehrere Tricks:

Tipp#1: Kleinstpackungen / Mini-Versionen

Es gibt so gut wie alles auch in klein. Statt ein 500ml Duschgel (wiegt ein halbes Kilo!), kannst du auch einfach eine kleine Version deines Duschgels kaufen. Die sind umgerechnet auf die Menge zwar meistens etwas teurer, aber es gibt sie z.B. auch als 50ml Version (wiegt gerade mal 50-60 Gramm!).

Gleiches gilt für Shampoo, Sonnenmilch, Handcreme und Deos (unser Tipp: das Deo von nuud - besonders klein und hält ewig!). Diese Produkte sind in nahezu jeder Drogerie in „Reisegrößen“ erhältlich. Problem dabei: meistens gibt es nur eine sehr beschränkte Auswahl an Produkten. Wenn du anspruchsvoll bist und ein Lieblings-Deo oder besonderes Duschgel hast, ist es unwahrscheinlich, dass es exakt dieses auch als Mini Version gibt… Daher unser nächster Tipp - umpacken und umfüllen:

Tipp#2: Umpacken und Umfüllen

Wenn es dein Lieblingsduschgel nur in groß gibt, dann fülle es einfach um! Es gibt kleine, leere Fläschchen und Behälter ganz billig zu kaufen. Du musst dein Duschgel, Shampoo, etc. dann einfach nur noch umfüllen und fertig! Verwende für Duschgel und Shampoo z.B. Plastikfläschchen mit Schraubverschluss

Für Kosmetikprodukte wie Gesichtscreme, Handcreme, Gels, usw. gibt es extra: leere Kosmetikdosen.


Tipp#3: Medikamente nur in Teilmengen mitnehmen

Tipp: nimm auch bei den Medikamenten keine "ganze" Packung von etwas mit, sondern z.B. nur 3-5 einzelne Tabletten. Beispiel: statt einer kompletten 20er Packung Aspirin, nimmst du einfach nur 3-4 einzelne Tabs mit. So hast Du zum Schluss eine große Vielfalt in deiner Reiseapotheke und doch nur wenig Platz in deinem Rucksack geopfert :)

Bei Aspirin ist das relativ einfach (weil die Tabs bereits einzeln verpackt sind). Aber was macht man z.B. mit flüssigen Medikamenten wie Halstropfen?

Auch hierfür gibt es einen Trick: kaufe dir einfach sogenannte Apothekerfläschchen. Auch diese gibt es online ganz billig leer zu kaufen, und sämtliche flüssige Medikamente sind in wenigen Minuten umgefüllt.

Tipp#4: Merino Kleidung und Wäsche

Grundsätzlich solltest du nicht zu viel an Kleidung mitnehmen. Man braucht keine 20 verschiedenen T-Shirts, auch wenn man bis zu einem Jahr unterwegs ist. Der Trick heißt „waschen“ ;) In nahezu jedem Hostel gibt es Waschmaschinen (meistens gegen Gebühr) und oft sogar Trockenräume, so dass man z.B. problemlos 1x pro Woche alles durchwaschen kann.

Auch sehr beliebt ist Kleidung aus speziellen Stoffen, welche antibakteriell wirken und somit weniger oft gewaschen werden müssen. Sie sind länger frisch - Schweißgeruch oder Bakterien setzen erst deutlich später ein. Von künstlichen Synthetik-Stoffen halten wir allerdings wenig, oft trägt man dann irgendwelche Giftstoffe an der Haut, etc.

Unser Tipp ist Merino Wolle. Diese stammt vom Merino Schaf und hat von Natur aus ganz praktische Eigenschaften. So kannst du ein T-Shirt oft 5-7 Tage lang tragen und es riecht immer noch wie frisch gewaschen. Es trägt sich dabei auch kein bisschen schlecht oder „eklig“. Während sich Flüssigkeiten (wie z.B. Schweiss) in normalen Baumwoll Shirts festsetzen und zu riechen anfangen, leitet Merino Wolle diese nämlich ganz natürlich ab. Es bleibt also einfach nichts im Stoff hängen, sondern wird nach außen "abtransportiert". Daher entsteht kein Geruch und auch Bakterien setzen sich darin nicht so schnell fest.

Merino gibt es z.B. als Merino Socken, Merino Shirts und sehr beliebt auch als Merino Unterwäsche. Wir empfehlen dir die Marke Icebreaker Merino aus Neuseeland, die sind zwar etwas teurer, aber dafür eine ganz hervorragende Qualität (die auch lange hält). Diese Marke tragen wir seit Jahren schon selbst auf unseren Reisen!

Somit kannst du dich auf weniger Kleidung reduzieren und sparst schon wieder Gewicht.

Tipp#5: Mikrofaserhandtücher statt normale Handtücher

Und noch ein super Trick, wie du wirklich ganz einfach und schnell Gewicht einsparen kannst. Lasse einfach deine dicken und schweren Frottier-Handtücher zu Hause. Die tragen nicht nur besonders auf (großes Volumen), sondern sind auch schwer.

Unser Tipp: Mikrofaserhandtücher. Diese bestehen aus einem speziellen Mikrofaserstoff und sind daher um ein Vielfaches kleiner und leichter.

Weiterer Vorteil von Mikrofaserhandtüchern: sie sind nicht nur leichter und kleiner/platzsparender, sondern trocknen auch schneller! Niemand will nasse Handtücher im Rucksack, aber meistens duscht man morgens noch schnell, bevor man sein Hostel verlässt und weiterfährt. Wohin dann nur mit dem nassen Handtuch? Mikrofaserhandtücher trocknen aufgrund ihrer speziellen Faser-Eigenschaften deutlich schneller und sind somit ein absoluter Klassiker bei Work&Travellern!

Tipp#6: Mini Schlafsack statt dicker Rolle

Man kennt sie ja. Die billigen Schlafsäcke vom Discounter, welche so groß sind wie ein Wassereimer. Oft sind sie auch noch mit Daunen oder dicker Watte ausgepolstert, und würden schon alleine ein Drittel des Rucksackinhaltes ausfüllen. Die meisten schnallen ihren Schlafsack daher außen auf den Rucksack drauf oder lassen ihn am Rucksack „herunterhängen“.

Unser Tipp: kaufe dir lieber einen Schlafsack mit geringem Packmaß. Es gibt richtige Mini-Schlafsäcke die durch ihre spezielle Bauart ganz leicht, klein und v.a. dünn sind. Schaue einfach mal nach: Schlafsäcken mit geringem Packmaß.

Durchschnittliche Rucksackgröße und Gewicht

Wir haben über 100 unserer Leser und Kunden detailliert befragt und haben daraus eine kleine Statistik erstellt :) Die Ergebnisse siehst du in der Grafik:

Welches Gesamt-Gewicht sollte der Rucksack (inkl. Inhalt) maximal haben?

Dass natürlich ganz generell die Regel „weniger ist mehr“ gilt, ist für dich sicher nichts Neues ;) 
Als einfache Faustregel kannst du dich aber immer daran orientieren, dass das Gesamtgewicht deines Rucksacks nicht mehr als ¼ des Körpergewichts betragen sollte.

Beispiel: Bei einer 60 kg leichten Backpackerin sollte das Gewicht des fertig bepackten Rucksacks also bestenfalls 15 kg nicht überschreiten. 

Was sollte in die Work&Travel Reiseapotheke?

Was nimmt man alles an Medikamenten, Pillen, etc. auf einen Work and Travel Trip mit? Aus Platz- und Gewichtsgründen grundsätzlich so wenig wie möglich, aber auf jeden Fall die wichtigsten Dinge. 

Folgende Dinge sollten zu einer Grund-Ausstattung gehören:

  • Ohrenstöpsel (gegen lästiges Schnarchen im Mehrbettzimmer)
  • Moskito-Spray, z.B. Autan (Tropical) 
  • Sonnenmilch (mit Lichtschutzfaktor 30-50)
  • Insektenstichsalbe, z.B. der Azaron Stick 
  • Zeckenzange 
  • Desinfektionstücher / oder Desinfektionsspray (falls man unterwegs mit den Händen essen möchte, ist auch ein to-go-Spender sehr praktisch)
  • Vitamin B (nicht "das" Vitamin B, sondern als Tablette, wobei das andere natürlich auch nicht schaden kann ;)) 
  • Reisekaugummis (bei Seekrankheit, Übelkeit in Bus, Bahn), gut sind z.B. Superpep 
  • Aspirin / Thomapirin (gegen Kopfschmerzen)
  • Schmerztabletten (z.B. Paracetamol oder Ibuprofen)
  • Kondome 
  • Durchfalltabletten, z.B. Imodium akut 
  • diverse Pflaster (kleine und große) / und evtl. auch Mullbinde, Kompresse, kleines Verbandszeug (sehr klein und praktisch ist z.B. das Dermaplast Set)
  • Taschentücher 
  • Metavirulent (Super gegen alle möglichen Erkältungen, bei ersten Anzeichen) 
  • Zug- und Entzündungssalbe, z.B. Bettaisadonna 
  • Kohletabletten (bindet Bakterien und Giftstoffe, hilft bei Durchfall)
  • Elektrolytpulver (nach Durchfall, um wieder auf die Beine zu kommen), z.B. Elotrans
  • Wund- und Heilsalbe
  • Wundspray to go (zur schnellen Selbstbehandlung bei offenen Wunden unterwegs)
  • persönliche Medikamente (welche du evtl. regelmäßig einnehmen musst?)
  • Medikamentenbeutel / Zip-Beutel, um nun alles darin zu verstauen ;)

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