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Gesundheit und Gefahren bei Work&Travel Neuseeland

Für Neuseeland liegen keine besonderen Impfbestimmungen vor. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber schon die „Grund-Impfungen“, die auch in Deutschland empfohlen werden, aufzufrischen. Vor allem Hepatitis A und B, Tollwut, Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis (Kinderlähmung). Ein Besuch bei deinem Hausarzt kurz vor Abreise kann aber in keinem Fall schaden. 

Aktuelle Informationen zu Impfungen für Neuseeland findest Du unter folgendem Link:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/neuseeland-node/neuseelandsicherheit/220146#content_5

 

Gefährliche Krankheiten in Neuseeland

 

Die Liste an gefährlichen Krankheiten kann man für Neuseeland extrem knapp gestalten, denn kurz gesagt gibt es hier keine besonderen Krankheiten, die es nicht auch in anderen hochentwickelten Ländern wie z.B. Deutschland gibt.

Eine kleine Warnung sei jedoch erlaubt: die Wetterbedingungen können sich in Neuseeland extrem rasch verändern. V.a. wer per Rucksack auf größere Touren (z.B. Tongariro Crossing) oder sogar mehrtägige Wanderung (z.B. Kepler Track oder Routeburn Track) geht, sollte für alle Wetterlagen gerüstet sein, egal wie gut das Wetter zu Beginn der Tour scheint. Temperaturen können extrem stark schwanken und Unterkühlungen sind keine Seltenheit. Der Mediziner spricht dabei von Hypothermie. Wahrnehmungs- und Urteilsvermögen können dabei getrübt werden bis hin zu starken Kreislaufproblemen. Dies kann v.a. auf den mehrtägigen Tracks fernab der Zivilisation sehr gefährlich werden, noch dazu, wenn man alleine gestartet ist. Was man alles zur Vorbeugung einpacken sollte findest du in unserer Rubrik Work&Travel Reise-Apotheke.

Weiterer Hinweis: HIV ist in Neuseeland mäßig verbreitet, hier also bitte auch aufpassen.

Gefährliches im Wasser

In den Gewässern und Meeren Neuseelands sind keinerlei gefährliche Tiere unterwegs. Lediglich ein paar Haie kreuzen Neuseelands Küsten von Zeit zu Zeit, jedoch mit verhältnismäßig wenigen Todesopfern.

Eine hingegen große Gefahr geht von reißenden Strömungen und sogenanntem Unterwasser-Sog aus, welche einen Menschen beim Schwimmen immer weiter raus aufs Meer oder auch in die Tiefe ziehen können. An Stränden oder Strandabschnitten an denen Warnschilder aufgestellt sind, sollte man auf keinen Fall ins Wasser gehen. Die Strömungen sind dem „scheinbar“ ruhigen Meer nicht anzusehen, da sie unter der Wasseroberfläche ihre Kraft entfalten. Aber auch an Orten ohne Warnschilder können Strömungen vereinzelt auftreten. Völlig menschenleere Strände sind daher stets mit etwas Vorsicht zu genießen.

Die neuseeländische Behörde „Water Safety“ stellt an Stränden oft gelbe und rote Fahnen auf. Der Raum zwischen den beiden Fahnen markiert den Bereich, an dem es an diesem Strand besonders sicher ist zu schwimmen. Sollten also Fahnen aufgestellt sein, dann bewege dich bitte innerhalb dieser Markierungen.

Gefährliche Tiere an Land

Auch an Land gibt es in Neuseeland so gut wie keine Gefahren, selbst Zecken sind äußerst selten, sogar weniger verbreitet als in Deutschland.

  • Schlangen: Für alle Schlangen-Phobiker hier schon mal die Entwarnung. Es hat in Neuseeland noch nie Schlangen gegeben und gibt es auch weiterhin keine. Durch die geographisch separierte Lage Neuseelands vom Rest der Welt, konnten sich in der Geschichte keine Schlangen ansiedeln. 
  • Spinnen: Ganz im Gegenteil zum großen Nachbarn Australien, gibt es in Neuseeland auch so gut wie keine giftigen Spinnen. Es gibt lediglich 3 Spinnenarten, die in Neuseeland potenziell gefährlich sind. Davon ist eine (Katipo Spinne) bereits so gut wie ausgestorben und daher keine ernstzunehmende Gefahr mehr. Die zweite Giftspinne heißt white-tailed Spinne, kommt ursprünglich aus Australien und ist an ihrem weißen Hinterteil zu erkennen. Sie wurde eingeschleppt und hat sich während der letzten 100 Jahre v.a. auf der Südinsel weit verbreitet. Sie ist auch in Gärten, bzw. um Wohnhäuser herum zu finden. Die Bisse sind zwar sehr schmerzhaft und stark juckend, allerdings geht darüber hinaus keine weitere Gefahr für den Menschen aus.
    Ebenso wurde auch die dritte Spinne, die sogenannte Redback-Spider (Rotrückenspinne) von Australien nach Neuseeland eingeschleppt. Auch heute kommen jährlich noch zahlreiche Exemplare z.B. per Schiff in Containern, Autos, Maschinen oder Früchten an. Da die Spinne Wärme liebt, hält sie sich gerne nahe an Wohnhäusern auf oder gar im Haus. Das nur 1cm große Tier ist auch vereinzelt unter Klositzen zu finden, was ihr auch zum Spitznamen „Klospinne“ verhalf. Zu erkennen ist sie an einem fetten, roten Strich auf dem Hinterleib. Da sie nur sehr langsam eingeschleppt wird, ist diese Spinne, die mit der Schwarzen Witwe verwandt ist, in Neuseeland zum Glück nicht so häufig anzutreffen. Größere Ansiedlungen sind derzeit nur in der Gegend um Wanaka und New Plymouth (nahe Mount Taranaki) herum bekannt. Der ebenfalls sehr schmerzhafte Biss muss jedoch bei 4 von 5 Fällen nicht mal medizinisch behandelt werden. Bleibende Folgen oder sogar ein tödlicher Ausgang sind zwar möglich aber äußerst selten.

Von Menschen ausgehende Gefahren

Leider gehen vereinzelt auch Gefahren von den Menschen selbst aus. Dies ist in Neuseeland jedoch im Vergleich zu anderen Ländern (z.B. Australien), nochmals deutlich geringer.

  • Der Backpacker-Mörder: Ein bekannter Fall ereignete sich erst 2009, als ein Backpacker-Mörder Rucksackreisende aus aller Welt entführte und ermordete. Er ging dabei immer nach dem gleichen Schema vor: Er hat den Backpackern einen „Lift“ angeboten, also angeboten sie zur nächsten Stadt, etc. mitzunehmen, um sie in sein Auto zu locken. Danach sind alle Backpacker spurlos verschwunden. Dieser Fall ereignete sich allerdings im Nachbarland Australien und nicht in Neuseeland, soll aber trotzdem an dieser Stelle als Mahnung dienen auch in Neuseeland nicht allzu leichtsinnig zu sein! Was in Deutschland kleinen Kindern eingetrichtert wird, gilt in Australien und Neuseeland auch für „ausgewachsene“ Backpacker: Nie bei einem Fremden ins Auto steigen. Die Versuchung hierzu ist sehr groß, da in vielen Hostels Zettel an den Schwarzen Brettern von Leuten zu finden sind, die einen Lift anbieten, bzw. zusammen ein Auto mieten möchten. Zu 99% steckt dahinter ein ganz normaler Backpacker wie Du auch, der sich einfach die Kosten teilen möchte, aber es gibt gerade hier auch Schattenseiten.
  • Der Strassenverkehr: Eine weitere vom Menschen ausgehende Gefahr ist natürlich der Strassenverkehr. Die Unfallrate ist, wie bereits schon erwähnt, in Neuseeland außergewöhnlich hoch. Dies liegt u.a. an schlecht beleuchteten Strassen, Rasern, unerfahrenen Fahrern und plötzlich auftretendem Wild oder Wetterschwankungen.

Eine gute Informationsquelle für weitere Informationen bzgl. der Sicherheit in Neuseeland ist das Auswärtige Amt. Die Reise- und Sicherheitshinweise werden ständig aktualisiert. 

Alles in allem ist Neuseeland aber ein sehr sicheres und ungefährliches Land. Es besteht also kein Grund zur Sorge und Du kannst deinen Aufenthalt entspannt genießen.