Wwoofing in Neuseeland

Was ist eigentlich Wwoofing?

Wwoofing ist die Abkürzung für „Willing Workers on Organic Farms“ und bedeutet grob gesagt, dass man auf familiär geführten, biologischen Farmen, oft auch größeren Privathaushalten, ca. 4 Stunden am Tag arbeitet und dafür freie Unterkunft und Verpflegung erhält. 

Du verdienst zwar kein Geld, musst aber auch kein Geld ausgeben. Überdies machst Du hoffentlich auch noch wertvolle Erfahrungen und gewinnst einen tiefen Einblick in die australische Lebensweise, da Du direkt bei Einheimischen zu Hause wohnst.

Der „Wwoofing-Deal“

In der Regel muss man als Wwoofer ca. 3-5 Stunden pro Tag arbeiten, wobei die Wochenenden meist frei sind. Im Austausch bekommt man von den Gastfamilien die Unterkunft zur freien Verfügung und wird mit, den in der jeweiligen Familie üblichen, Mahlzeiten versorgt. Eine Bezahlung ist hierbei nicht vorgesehen und nach den Wwoofing-Grundsätzen auch ausdrücklich nicht gestattet; es würde dann auch kein Versicherungsschutz mehr bestehen. 

Das Ganze sollte also immer auf Gegenseitigkeit beruhen. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du zu viel arbeiten musst, z.B. mehr als 5 Stunden pro Tag, dann sprich deinen Gastgeber darauf an oder wechsele den Wwoofing-Platz. Es geht schließlich darum positive Erfahrungen zu machen und nicht darum sich als Backpacker ausnutzen zu lassen. Aber keine Sorge, in Neuseeland ist beim Wwoofen bei 95% der Farmen auch alles bestens, dafür sind die meisten Kiwis einfach viel zu nett ;)

Wwoof-Neuseeland Mitglied werden

Um an diesem Programm teilnehmen zu können, muss man Mitglied in der Wwoof Organisation werden, wofür eine einmalige Jahresgebühr zu entrichten ist. Anschließend erhält man sein Wwoofing Membership Book. In diesem Buch sind alle Wwoofing-Farmen mit kurzer Beschreibung und Adressdaten, nach Regionen sortiert, aufgelistet. Bei den Farmen handelt es sich zwar größtenteils um biologische Farmen, die familiär geführt werden, es können aber auch normale Privathaushalte nach einem Wwoofer suchen, um z.B. Gartenarbeiten, Renovierungsarbeiten, usw. erledigt zu bekommen.

Weitere Informationen findest Du auf der offiziellen Website:
https://wwoof.nz/

Die Mitgliedschaft kann entweder online abgeschlossen werden oder bei einer Agentur vor Ort. Unser Partner-Büro in Auckland welches du im Rahmen unseres Starter Packages nutzen kannst, ist übrigens auch offizielle Wwoof-Agentur. Dort kannst du also auch Mitglied werden.
 

Welches Visum benötigt man fürs Wwoofing in Neuseeland?

Achtung: Hierbei gibt es in Neuseeland eine Besonderheit! Um am Wwoofing teilnehmen zu können, muss man in Neuseeland ein Working Holiday Visum oder ein Arbeitsvisum besitzen. Während z.B. in Australien das Wwoofen als Freiwilligenarbeit angesehen wird, gilt dies in Neuseeland nicht als solches. Die Begründung, die uns die neuseeländische Einwanderungsbehörde gab: man erhält zwar keine Gegenleistung in Geld, aber dafür in Naturalien (Essen und Unterkunft) und somit steht das Wwoofing in der Kategorie Arbeit mit Gegenleistung und erfordert deshalb ein Working Holiday Visum oder ein Arbeitsvisum.

Kontaktaufnahme mit Wwoofing-Gastgebern

Viele Anfragen scheitern bereits bei der Kontaktaufnahme. Oft werden nur kurze Standard-Mails verschickt, die nur mit einem einzigen Satz mitteilen, dass man einen Wwoofing-Gastgeber sucht. Selbstverständlich möchten die Gastgeber aber auch etwas über dich selbst erfahren. Wer Du bist, dein Alter, dein Beruf zu Hause, was Du kannst, was dir Spaß macht, deine Sprachkenntnisse, Essgewohnheiten (Vegetarier/Veganer), usw. sind hierbei von Interesse. 

Besonders wichtig ist es auch auf die Beschreibung der jeweiligen Farm im Wwoofing-Buch einzugehen. Schreibe einfach, was dir besonders an dieser Farm gefällt, welche Arbeiten Du erledigen kannst und warum Du gerade diese Farm rausgesucht hast. Erwähne auch gleich, wie lange Du wahrscheinlich bleiben möchtest und was Du als nächstes vorhast. Wir empfehlen aber grundsätzlich nicht zu viel im Voraus zu planen, sondern vor Ort weiter zu sehen. Wwoofing-Aufenthalte lassen sich teilweise auch noch sehr kurzfristig (ca. 2 Tage bis 1 Woche vor Ankunft) organisieren. Von daher wäre es schade, wenn Du deine Reiseroute von vorgeplanten Aufenthalten abhängig machst. Aber natürlich gilt auch hier: Der frühe Vogel fängt den Wurm – in diesem Fall die beste Wwoofing Farm.

Tipp: Du solltest dich auch nie auf eine einzige Adresse verlassen. Wenn Du ca. 5-6 Wwoofing-Farmen gleichzeitig anschreibst, wirst Du mit Sicherheit eine Zusage dabei haben.

Alternative zur Wwoof Organisation

Mittlerweile gibt es auch noch einen Nachahmer: „Helpx“. Auf dieser Seite werden im ähnlichen Stil ebenfalls Arbeitsplätze (auch um die 4 Stunden) im Tausch gegen Unterkunft und Essen angeboten. Wer also beim Wwoofing nichts für sich finden sollte, kann auch hier einen Blick riskieren.