Work&Travel-Unterkünfte in Australien

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In der Regel übernachten Backpacker in sogenannten „Hostels“. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Hostels: YHA-Hostels und „die Anderen“.

Australische YHA-Hostels

Die YHA-Hostels (Youth Hostel Association) gibt es nicht nur in Australien, sondern fast auf der ganzen Welt. In Deutschland kennt man sie auch als „Jugendherbergen“. Um in einem YHA zu übernachten muss man YHA-Mitglied sein. Eine Mitgliedskarte kann man in fast jedem YHA-Hostel bekommen (gegen Gebühr). Diese lohnt ab ca. 10 Übernachtungen. Wer kein Mitglied ist darf trotzdem in einem YHA übernachten, zahlt aber in der Regel einen Aufschlag von ca. 10% pro Übernachtungspreis. Die YHAs sind auf dem roten Kontinent sehr zahlreich vertreten und in jeder größeren Stadt, bzw. touristischem Anlaufpunkt zu finden. 

Man kann sich meist darauf verlassen, dass die YHAs sauber und in einem guten Zustand sind. Die Altersklasse ist gegenüber anderen Hostels leicht nach oben verschoben, da auch viele Erwachsene bis 50 hier übernachten. Uns ist aufgefallen, dass es meist schwieriger ist in YHAs mit anderen ins Gespräch zu kommen, da sie oft leider etwas „anonymer“ aufgebaut sind. Wer schnell in Kontakt kommen möchte, sollte für diesen Zweck eher ein kleines, gemütliches Hostel aufsuchen. Wer gerne mal eine Zeit für sich alleine braucht, bzw. sich auf einen gewissen Standard verlassen möchte, der ist in einem YHA sicher richtig. Dennoch möchte ich nicht verschweigen, dass es auch ganz besondere YHAs mit sehr viel Charme und Charakter gibt (v.a. an der Great Ocean Road), in denen einen Besuch, bzw. eine Übernachtung wirklich besonders lohnenswert ist. 

Tipp: Man kann auch bei Abreise an der Rezeption kostenfrei die nächste Übernachtung für ein anderes YHA buchen.

Die „anderen“ Hostels

Neben den YHA-Hostels sind in den letzten Jahren viele Hostels entstanden, um die immer größer werdende Zahl von Backpackern unterzubringen. Diese lassen sich unmöglich über einen Kamm scheren. Man kann großes Glück, aber auch großes Pech haben. Die meisten haben ihren Platz in bereits bestehenden Gebäuden gefunden und sind daher nicht „neu“, obwohl sie „neu“ entstanden sind.

Die kleineren unter ihnen bieten meist eine familiäre Atmosphäre unter den Backpackern, aber auch mit dem Personal/Hostelchef. Die größeren sind hingegen oft sogenannte „Partyhostels“. In ihnen geht es weniger ruhig zu. Dafür bieten viele guten Komfort, wie z.B. Chipkarten als Türschlüssel, Entertainment, Themenabende. 

Mittlerweile gibt es auch hier Unternehmen, denen mehrere Hostels angehören, also richtige „Hostel-Ketten“. Nur um Beispiele zu nennen: Koala-Hostels, Nomads, Annies Place, u.v.a. Hier gilt meist: Kennt man Eines, kennt man Alle. Dies kann im positiven, als auch negativen Sinne gemeint sein. Aus unseren persönlichen Erfahrungen heraus und aus vielen Rückmeldungen von anderen Backpackern (nicht nur aus Deutschland), können wir sagen, dass die Koala-Hostels in sehr schlechtem Zustand sind und der unfreundliche Service doch sehr zu wünschen übriglässt. Oft spürt man hier eine Selbstverständlichkeit, dass man hier übernachten „müsse“, und wird nicht wie Kunden, sondern eher wie eine Störung behandelt. Vor dieser Kette, die auch viele Touren und Ausflüge anbietet (z.B. Segeln um die Whitsunday-Inseln) würde ich mich grundsätzlich distanzieren. 

Sehr positives Feedback haben wir von Annies Place erhalten. Freundlicher Service, Charme, angenehme Atmosphäre, in vielen Städten vertreten, günstig. Nomads bietet seinen Kunden sehr moderne und stylische Unterkünfte, die auch äußersten Wert auf Sauberkeit legen und sich immer in Toplagen befinden. 

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Wie buche ich ein Hostel in Australien?

Mittlerweile sind nahezu alle Hostels und Backpacker Unterkünfte auch auf booking.com buchbar. 

Ansonsten kannst Du aber auch andere reguläre Hotelportale wie z.B. Agoda nutzen, welche mittlerweile ebenfalls eine riesige Hostelauswahl haben. Und für Übernachtungen bei Einheimischen z.B. bei AirBnB.

Da es keine Gebühr kostet spricht auch grundsätzlich nichts dagegen die Hostels jeweils schon 1-3 Tage vorher zu buchen. Dies lohnt sich besonders in den zahlreich frequentierten „Stoßzeiten“ und für Wochenenden.
 

Booking.com

Übernachtungspreise in australischen Hostels

Preisunterschiede

Die Preise für eine Nacht hängen stark davon ab, ob man sich auf dem Land oder in einer Großstadt befindet. Sie variieren auch stark je nach Saison. Im Winter sind die Preise günstiger als in den Sommermonaten. Ausschlaggebend für den Zimmerpreis ist auch immer die Art des Zimmers, für die man sich entscheidet. Es gibt i.d.R. fast nur große „Dorms“. In den Dorms teilt man sich ca. mit 5-15 Anderen ein Schlafzimmer. Toiletten und Duschen finden sich meist auf der Etage. Die häufigste Normalgröße für Dorms beträgt ca. 8-10 Personen. Je weniger Plastiktüten-Raschler man in seinem Zimmer dulden möchte, desto teurer wird die Übernachtung. Den größten Luxus bieten die 2er-Zimmer. Die Preise steigen hierfür aber gerne auf mehr als das Doppelte an. Die Erfahrung zeigt, dass man sich jedoch schnell daran gewöhnt sein Zimmer mit anderen zu teilen. Gerade in den Dorms finden sich auch die meisten Reispartner zusammen und man kommt besonders leicht ins Gespräch. 

Tipp: Achte darauf, ob das Badezimmer „ensuite“ also zum Zimmer gehörig und somit privat ist oder „shared“. Shared bedeutet meist, dass sich eine komplette Etage ein großes öffentliches Bad zu teilen hat.

Die Preise hängen, wie bereits erwähnt, aber stark von der jeweiligen Saison ab. Dies macht sich besonders in Darwin bemerkbar, wo man gerne bis zu 100% mehr für die gleiche Übernachtung zahlen darf, wenn man zur „falschen“ Zeit dort ein Zimmer sucht. 

Inklusivleistungen bei australischen Hostels 

Im Zimmerpreis ist meist nichts weiter enthalten. Die kostenlose Benutzung von sanitären Einrichtungen wie Dusche, WC, Waschbecken versteht sich von selbst. Geschätzte 95% der Hostels bieten auch eine Küche zur freien Benutzung an (mit mehr oder weniger guter Ausstattung). Waschmaschinen und Trockner funktionieren in den meisten Hostels nur gegen Entgelt (ca. 2-4 Dollar Münzen je Waschvorgang oder Trockenschleudern). Oft wird auch mit einem kostenlosen Frühstück geworben. Dieses beinhaltet im Normalfall nur Toast-Scheiben und Konfitüre (im 5-Liter-Eimer). Mehr wird nur in äußerst seltenen Fällen angeboten.
 

Probleme bei australischen Hostels

Ein großes Problem sind die sogenannten „bed bugs“. Hierbei handelt es sich um kleine Tierchen, die in Betten wohnen und ziemlich unschöne Bissspuren, zumeist an Armen und Beinen und am Bauch anrichten können. Durch Schlafsäcke werden sie in andere Hostels „getragen“. Sie legen nämlich in den Reissverschlüssen ihre Eier ab und vermehren sich dort. Viele Hostels verbieten daher streng das Verwenden eines mitgebrachten Schlafsacks in ihren 4-Wänden. Wer sich gegen die lästigen Viecher schützen will, kauft am Besten ein Schlafsack-Inlet, welches normalerweise in einen Schlafsack gelegt wird. Es kann aber auch für diesen Zweck ohne Schlafsack, einfach nur als Schutz gegen bed bugs benutzt werden. Ansonsten hat man keine große Chance sich gegen diese Parasiten zu schützen. Man sieht einem Bett schließlich nicht an, ob bed bugs darin wohnen oder nicht. Man braucht also stets etwas Glück, bzw. Pech um solche „befallenen“ Betten zu erwischen. Australisch-Roulette eben ;-)

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