Work&Travel Unterkünfte in Neuseeland

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In der Regel übernachten Backpacker in sogenannten „Hostels“. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten von Hostels in Neuseeland: YHA-Hostels, BBH-Hostels und „die Anderen“.

Neuseeländische YHA-Hostels

Die YHA-Hostels (Youth Hostel Association) gibt es nicht nur in Neuseeland, sondern fast auf der ganzen Welt. In Deutschland kennt man sie auch als „Jugendherbergen“. Um in einem YHA zu übernachten muss man YHA-Mitglied sein. Eine Mitgliedskarte kann man in fast jedem YHA-Hostel bekommen (gegen Gebühr). Diese lohnt ab ca. 10 Übernachtungen. Wer kein Mitglied ist darf trotzdem in einem YHA übernachten, zahlt aber in der Regel einen Aufschlag von ca. 10% auf den Übernachtungspreis. Die YHAs sind im Land der Kiwis sehr zahlreich vertreten und in jeder größeren Stadt, bzw. touristischem Anlaufpunkt zu finden.

Man kann sich meist darauf verlassen, dass die YHAs sauber und in einem guten Zustand sind. Die Altersklasse ist gegenüber anderen Hostels leicht nach oben verschoben, da auch viele Erwachsene bis 50 hier übernachten. Uns ist aufgefallen, dass es meist schwieriger ist in YHAs mit anderen ins Gespräch zu kommen, da sie oft leider etwas „anonymer“ aufgebaut sind. Wer schnell in Kontakt kommen möchte, sollte für diesen Zweck eher ein kleines, gemütliches Hostel aufsuchen. Wer mal eine Zeit für sich alleine braucht, bzw. sich auf einen gewissen Standard verlassen möchte, der ist in einem YHA sicher richtig.

Tipp: Man kann auch bei Abreise an der Rezeption kostenfrei die nächste Übernachtung für ein anderes YHA buchen.

BBH-Hostels

Ein Backpackerverband mit langer Tradition in Neuseeland und womöglich sogar die erste Website für Backpacker überhaupt (online seit 1995). Rund 300 Hostels gehören in Neuseeland zum BBH Club. Eine Mitgliedschaft lohnt auch hier ab ca. 10-12 Übernachtungen, da man auch hier 10% Rabatt pro Übernachtung erhält. Aber auch auf viele weitere Dinge, wie z.B. Fährtickets, bekommt man mit der Card schöne Rabatte.

Die meisten Hostels die dem BBH Verband angehören sind kleinere und privat geführte Hostels, die alle einen sehr guten Standard und v.a. auch den gewissen Backpacker-Flair bieten, den man bei den YHAs größtenteils vermisst. 

Die „anderen“ Hostels

Die beiden australischen Hostel-Firmen Nomads und Base haben in Neuseeland ebenfalls ihre Anker ausgeworfen und in der Regel sehr große Hostels (mit vielen Betten) aufgezogen. Da hier meistens eine Bar bzw. Club integriert oder ganz in der Nähe ist, sind diese v.a. in die Kategorie „Partyhostels“ einzuordnen.

Neben YHA, BBH, Base und Nomads sind in den letzten Jahren viele andere, unabhängige Hostels entstanden, um die immer größer anströmende Zahl von Backpackern unterzubringen. Diese lassen sich unmöglich über einen Kamm scheren. Man kann großes Glück, aber auch großes Pech haben. Die meisten haben ihren Platz in bereits bestehenden Gebäuden gefunden (ehemalige Wohnhäuser oder alte Villen) und sind daher nicht „neu“, obwohl sie „neu entstanden“ sind. Dies trifft zumindest für einen Teil zu, es gibt mittlerweile auch einige schicke Neubauten. 

Generell gilt: umso kleiner ein Hostel ist, desto familiärer ist die Atmosphäre unter den Backpackern, aber auch mit dem Personal/Hostel-Chef. Da die unabhängigen Hostels keinem Verband wie YHA oder BBH angehören, sind sie auch an keine „Qualitätsstandards“ gebunden. Man kann hier richtige Glückstreffer landen, aber auch bitter eingehen. Daher sollte man, v.a. bei dieser Art von Hostels, auf die Bewertungen im Internet achten.

Wer bei Komfort und Sauberkeit einigermaßen auf Nummer sichergehen will, aber trotzdem das Flair von kleinen, familiären Hostels liebt, fährt mit einer BBH Card immer gut!

Übernachtungspreise in neuseeländischen Hostels

Preisunterschiede

Die Preise für eine Nacht hängen stark davon ab, ob man sich auf dem Land oder in einer Stadt befindet. Sie variieren auch stark je nach Saison. Im Winter sind die Preise günstiger als in den Sommermonaten. Ausschlaggebend für den Zimmerpreis ist immer auch die Art des Zimmers, für die man sich entscheidet. Es gibt i.d.R. fast nur „Dorms“, d.h. man teilt sich ca. mit 5-12 Anderen ein Schlafzimmer. Die Toiletten und Duschen befinden sich dann meist als öffentliches Badezimmer auf der Etage (= shared bathroom) und müssen von mehreren Zimmern geteilt werden oder in seltenen Fällen gibt es auch „ensuite bathrooms“ also zum Zimmer gehörige und somit private Badezimmer. Die häufigste Größe für Dorms beträgt ca. 8 Personen. Je weniger Plastiktüten-Raschler man in seinem Zimmer dulden möchte, desto teurer wird die Übernachtung natürlich. Den größten Luxus bieten die 2er-Zimmer. Die Preise steigen hierfür aber gerne auf mehr als das Doppelte an. Die Erfahrung zeigt, dass man sich jedoch schnell daran gewöhnt sein Zimmer mit anderen zu teilen.  

Tipp: Gerade in den Dorms finden die meisten Reispartner zusammen und man kommt besonders leicht ins Gespräch. 

Preise und Verfügbarkeit freier Betten hängen, wie bereits erwähnt, stark von der jeweiligen Saison ab. Dies macht sich besonders in Taupo, Franz Josef und Fox Glacier, Queenstown und Christchurch bemerkbar, wo man gerne eine paar Tage früher reservieren darf, wenn man zu den Haupt-Zeiten dort ein Zimmer sucht. 

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Inklusivleistungen

Im Zimmerpreis ist meist nichts weiter enthalten. Die kostenlose Benutzung von sanitären Einrichtungen wie Dusche, WC, Waschbecken versteht sich von selbst. Geschätzte 95% der Hostels bieten auch eine Küche (mit mehr oder weniger guter Ausstattung) zur freien Benutzung an. Waschmaschinen und Trockner funktionieren in den meisten Hostels nur gegen Entgelt (ca. 2-4 Dollar Münzen je Waschvorgang oder Trockenschleudern). Oft wird auch mit einem kostenlosen Frühstück geworben. Dieses beinhaltet im Normalfall nur Toast-Scheiben und Konfitüre (im 5-Liter-Eimer). Mehr wird nur in äußerst seltenen Fällen angeboten.

Wie buche ich ein Hostel in Neuseeland?

Wer sich bereits jetzt schon besonders schöne Hostels vormerken bzw. buchen möchte, kann dies ganz einfach auf den großen Buchungsplattformen wie booking.com oder Agoda machen. Dort findet man mittlerweile auch nahezu alle Backpacker Unterkünfte. Dies lohnt sich besonders für die ersten Tage und für die zahlreich frequentierten „Stoßzeiten“ und in größeren Städten für die beliebten Wochenenden.

Booking.com

Mögliche Probleme bei neuseeländischen Hostels

Ein großes Problem sind die sogenannten „bed bugs“. Hierbei handelt es sich um kleine Tierchen, die in Betten wohnen und ziemlich unschöne Bissspuren, zumeist an Armen und Beinen und am Bauch anrichten können. Durch Schlafsäcke/Rucksäcke werden sie in andere Hostels „getragen“. Sie legen nämlich in den Reißverschlüssen ihre Eier ab und vermehren sich dort. Viele Hostels verbieten daher streng das Verwenden eines mitgebrachten Schlafsacks in ihren 4-Wänden. Wer sich gegen die lästigen Viecher schützen will, kauft am besten ein Schlafsack-Inlet, welches normalerweise in einen Schlafsack gelegt wird. Es kann aber auch für diesen Zweck, ohne Schlafsack, einfach nur als Schutz gegen bed bugs benutzt werden. Ansonsten hat man keine große Chance sich gegen diese Parasiten zu schützen. Man sieht einem Bett schließlich nicht an, ob bed bugs darin wohnen oder nicht. Im Vergleich zu Australien ist das Problem in Neuseeland aber deutlich geringer. Man braucht stets etwas Glück, bzw. Pech um solche „befallenen“ Betten zu erwischen. Neuseeländisch-Roulette eben ;-)

Übernachtungs-Alternativen zu Hostels

Früher oder später kommt man an einen Punkt, wo einem das Hostelleben zu viel wird. Es ist zwar eine super Erfahrung, hat immer Leute um sich herum, fühlt sich nie alleine und v.a. kann man sich hervorragend Tipps und Tricks von anderen Reisenden geben lassen. Irgendjemand sitzt immer am Tisch oder liegt im gleichen Zimmer, der dir aus seiner Erfahrung was Nützliches verraten kann. Im Hostel zu übernachten macht einfach Spaß, kann aber auch schnell ins Geld gehen oder wie gesagt zu viel werden, v.a. wenn man viel Privatsphäre braucht. 

Alternativ kann man sich z.B. eine ganz normale Wohnung mieten. In Neuseeland muss man nicht immer langfristige Mietverträge eingehen, sowie es in Europa der Fall ist, sondern kann Wohnungen auch für wenige Wochen anmieten. Bezahlt wird dann meist im wöchentlichen Rythmus.

Auch sehr beliebt sind AirBnB Übernachtungen. Über AirBnB bucht man bei Privatpersonen, die ein Zimmer zu vermieten haben, die manchmal sogar ein selbstgemachtes Frühstück enthält. Besonders interessant, wenn man an kuriosen Orten übernachten will! Wenn Du dich über unseren speziellen Link kostenlos und unverbindlich anmeldest, bekommst Du von AirBnB sogar einige Euro zur Begrüßung geschenkt: AirBnB Guthaben Link.

Couchsourfing ist ebenfalls eine populäre Übernachtungsmöglichkeit. Über die Plattform bucht man bei völlig Fremden einen Platz auf deren Sofa. Auf jeden Fall ein Abenteuer, v.a. wenn man mit Einheimischen in Kontakt kommen will, aber vlt. nicht unbedingt die ungefährlichste Variante, da fährt man mit AirBnB deutlich sicherer.

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